Grußwort an unsere Leser – Rückschau 2012

Was ist so alles geschehen bei uns?

Wieder ging ein Jahr zu Ende, und ich reihe mich ein in die Menschen, die Rückschau halten auf das abgelaufene Jahr 2012.

Es ist ein Jahr gewesen, das uns viele Veränderungen gebracht und uns etliche positive wie auch negative Ereignisse und Erfahrungen beschert hat. Wir sind immer noch eine der aktivsten Gruppen im Bereich Hamburg, und die Organisationsform Verein gibt es jetzt mehr als 5 Jahre. Das verdanken wir einer kleinen Gruppe von Personen, die sich innerhalb und außerhalb des Vereins stark engagieren, damit freie und offene Software weiter verbreitet und verbessert wird und eine Alternative zu kommerziellen Programmen bleibt.

Neben der Beteiligung am traditionellen Stadtteilfest des Bürgerhauses in Barmbek sind wir mit dem 4. Software Freedom Day in Hamburg öffentlich in Erscheinung getreten. Leider wurde der Aufwand, den wir zusammen mit der TUHH und anderen Mitorganisatoren betrieben haben, nicht mit regem Besucherzuspruch belohnt. Auch unsere regelmäßigen Treffen im Bürgerhaus wurden viel zu oft nur mäßig besucht. Es fehlte an spannenden Vorträgen und Themen, die uns vielleicht mehr Interessenten gebracht hätten, zudem haben uns einige Aktive aus persönlichen Gründen (Arbeit, Umzug, usw.) verlassen. Dennoch haben wir es geschafft, unsere Grundstruktur zu bewahren und die Infrastruktur zu verbessern, um auch zukünftig einen attraktiven Treffpunkt für Linux- bzw. FOSS-Interessierte und -Anwender vorzuhalten.

Wie sind die Aussichten für 2013 ff. ?
Wir starten mit verhaltenem Optimismus in das neue Jahr. Eine kleine Gruppe bereitet sich auf die Veranstaltung Chemnitzer Linux Tage 2013 (CLT) vor, auf der wir, wie bereits 2011, mit einem Stand vertreten sein werden. Weitere Planungen sind von der Unterstützung durch genügend Personal abhängig. Zumindest zum Software Freedom Day 2013 wird es keine Veranstaltung im bisherigen Umfang geben, bereits laufende Planungen für 2014 sind nur sinnvoll weiter zu führen, wenn ausreichend Leute bereit sind, längerfristig in der Organisation mitzuarbeiten.

Wie sich die Umbauarbeiten bei der Erweiterung des Bürgerhauses auf unsere Arbeit und die Treffen auswirken werden, ist noch nicht abzusehen. Sie werden hoffentlich zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung führen.

So wünsche ich allen ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2013.

4 thoughts on “Grußwort an unsere Leser – Rückschau 2012

  1. Ich habe selber mitbekommen, dass im Verein sehr viel diskutiert und oft auch zerredet wird. Das ist schade.
    In der Vergangenheit ist vieles nicht optimal gelaufen. Auch das ist bedauernswert. Man kann es sicherlich besser machen.
    Also los.
    Auf der Mailingliste vom Balista werden derzeit Vorschläge, was man machen kann, gesammelt.
    Was läuft steht unter “http://wiki.sfd-hamburg.de/doku.php/balista:vortrag”. Treffen werden im Kalender veröffentlicht.
    Wünschenswert währe eine große Beteiligung.
    In diesem Sinne, viel Spaß beim Schreiben.

  2. Hallo zusammen,

    ich war im infrage kommenden Zeitraum des öfteren bei BaLiSta und hatte den Eindruck, dass sich dort eher Profis -unter sich- trafen zum Austausch ihrer Fachkenntnisse, denn Einsteiger/Amateure, auf welche zugegangen worden wäre…

    “Abgesehen” davon, dass diese Seite mithin sehr schön überarbeitet wurde, waren auf einer früheren Version *.pdf’s aus 2005 als Lernscripte eingestellt, die davon zeugen, daß seinerzeit ‘Schulungen’ stattfanden, welche offenbar vorher auch rechtzeitig angekündigt wurden, was Neulingen zugute kommen würde. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß dies’ eher zu einem Zulauf/einer steigenden Mitgliederzahl führen würde, als “Jammern” auf vermeintlich hohem Niveau.

    Von wegen: Wo bleiben Leute, die Linux nuzen, und ‘Geiz ist geil’…

    In diesem Sinne,
    frohes Schaffen !

    Der ‘Home User’

  3. Danke Dir Rolf für das Grußwort, aber warum so pessimistisch bei den Aussichten auf 2013? Um Balista wieder flott zu kriegen hier einig Vorschläge:

    (1) Macht aus dem Montag wieder einen Stammtisch, so wie es auf der Homepage steht: “Balista steht für Barmbeker Linux Stammtisch”.

    … als ich vor vielen Jahren, zu Euch stieß, hat es mir vor allem bei Euch deswegen so gut gefallen, weil es eine Montagsrunde gab. Pünktlich um 19 Uhr ging es los, in großer Runde. Es wurde vom Vorsitzenden (oder von demjenigen, der dazu auserkoren wurde) kurz berichtet, was es Neues gab und was geplant war. Danach, und das gefiel mir besonders gut, wurde abgefragt, was es heute zu tun gibt. Was gibt es für Probleme und wer macht heute was. So wusste jeder Bescheid.
    Heute ist es so, dass irgendwann einige kommen (es kommen immer noch genügend, dass ist nicht das Problem) , sich setzen, klönen und irgendwas machen und keiner weiß so recht, was der andere macht. Das ist kontraproduktiv.

    (2) Regelmäßig Vorträge halten.

    … ist sicherlich leichter gesagt als getan. Es muss ja auch nicht jede Woche sein, aber einmal im Monat (z.B. der erste Montag im Monat und das regelmäßig), das wäre prima. Aber immer auf der Liste ankündigen, nicht nur auf der Homepage. Auf keinen Fall hochwissenschaftlich. “Wie erstelle ich ein einfaches Shellscript?”, das ist bestimmt für viele interessant und da findet man sicherlich auch einen Vortragenden.

    (3) Warum unbedingt immer öffentlich auftreten wollen?

    … SFD oder “Chemnitzer Linuxtage” sind sicherlich interessant und werbewirksam, binden aber derartig viele Ressourcen und kostet Geld und viel Zeit, sodass die eigentliche “Stammtischarbeit” viel zu kurz kommt.
    Ich weiß zwar nicht genau, was “Gemeinnützigkeit” für Balista bedeutet, ich kann mir aber vorstellen, dass sie mit Beratung, Betreuung, Hilfestellung bei Installationen, Förderung von OpenSource – Projekten, Vorträge in den eigenen Räumen usw. erfüllt ist. Auf größeren Veranstaltungen präsent zu sein gehört bestimmt nicht unbedingt dazu.

    (4) Schwerpunkte setzen und nicht auf allen Gebieten tätig sein.

    … damit kann man sich ganz leicht verzetteln. Keiner erwartet, dass sich Balista auf ALLEN Linuxthemen auskennt und Auskunft geben kann und muss. So wie ich es als Außenstehender beobachte, haben von Euch viele Interesse an Themen wie Hardware, Multimedia, Linux-Installation. Das und vielleicht noch das eine oder andere dürfte reichen. Aber das dann auch professionell.

    (5) Etwas mehr Verkehr auf der Mailingliste.

    … das kann man natürlich nicht erzwingen, aber warum nicht jeden Freitag auf den Montag-Stammtisch hinweisen. Oder etwas Werbung treiben, wie z.B. nach Interessierten suchen. Vorträge ankündigen …
    Wenn ich mir die Homepage ansehe, ist auf der Startseite kein Hinweis zur Mailingliste und dass diese zu abonnieren ist. Denkt auch mal über einen Newsletter nach, ist natürlich problematisch, denn wer soll ihn pflegen.

    Rolf, lass Dich durch meinen Kommentar nicht entmutigen. Du machst alles ganz gut. Kritisieren ist leicht, aber besser machen … es muss erst einmal jemand gefunden werden. Fortschritte kann man nur in ganz kleinen Schritten erreichen.

  4. Ich kommentiere meinen Artikel selbst, damit stelle ich klar, dass an dieser Stelle ausschließlich meine eigene Meinung als Person folgt:

    Viele, die mich kennen, wissen, dass ich mich seit vielen Jahren bei Balista beteilige. Ich habe die Entwicklung von der ursprünglichen Stammtischrunde zum Verein mitgemacht und mitgestaltet. Die Veränderungen sind nicht als Selbstzweck vorgenommen worden, sondern erfolgten immer aus nachvollziehbaren Gründen. Das die spätere Umwandlung in einen rechtsfähigen, eingetragenen Verein natürlich auch Kritik hervorrief, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Dennoch sehe ich es als Erfolg an, dass der Verein nach nun mehr als 5 Jahren eine Bilanz ziehen kann, die meiner Meinung nach ohne diese Struktur nicht möglich gewesen wäre. Wenn es nach unseren damaligen Kritikern gegangen wäre, hätte alles mit freiwilligen Beiträgen und Spenden finanziert werden müssen. Ich glaube nicht, dass der Verein wirtschaftlich die bisherige Entwicklung überlebt hätte. Auch die z.Zt. stagnierende bzw. zurückgehende Mitgliederzahl gibt den Kritikern nicht nachträglich Recht, aber ich befürchte, dass zukünftig keine öffentlichkeitswirksamen, größeren Veranstaltungen mehr stattfinden werden. Die geringe Anzahl von aktiven Mitgliedern lässt uns personell und finanziell keinen Spielraum.
    Es ist sicherlich zu einfach gedacht, diese Entwicklung allein auf die gesellschaftlichen Veränderungen zu schieben. Das ehrenamtliche Engagement ist zwar allgemein zurück gegangen, was auch andere Vereine und Gruppen, mit sehr unterschiedlichen Themen und Schwerpunkten, zu spüren bekommen.
    Gibt es noch andere Gründe bei uns in der Linux User Gruppe?
    Wo sind die vielen Anwender und Nutzer von Linux und freier und offener Software? Werden wir nicht mehr gebraucht, weil jeder ohne Probleme mit der Software arbeiten kann? Wollen alle nur noch nehmen? Ist dies das Ergebnis der ‘Geiz ist geil’ Diskussion?
    Ich glaube nicht, dass bei dieser Entwicklung der Community-Gedanke weiterleben wird. Wer soll denn noch Programme weiter entwickeln und verbessern wenn niemand mehr mitarbeitet und z.B. auch Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge zu vorhandenen Programmen macht? Und selbst wenn einzelne selber Programme schreiben und/oder verbessern, geben sie der Community etwas zurück?
    Jeder sollte sich fragen, ob er diese Entwicklung möchte, die Mitarbeit in der Gemeinschaft der Community der freien und offenen Software ist essentiell für das Fortbestehen derselben in der jetzigen Qualität. Mein Apell lautet daher: Engagiert Euch! Dabei ist es egal, ob das in einer losen Gruppe, einem Verein usw. stattfindet, Hauptsache raus aus dem ‘stillen Kämmerlein’. Dabei sind die Kenntnisse nicht entscheidend, die können erworben werden, wichtig ist der Wille, etwas zu bewegen und mitzuhelfen.

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